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Texte



Beim Wort genommen (von Heimo Steps)

(erschienen im "Sterz" 97/98, 2005 zum Thema "Glück")
Ich wurde 1946 in Knappenberg mit viel Glück geboren und bin dort aufgewachsen. Mein Vater, ein Tiefbautechniker, war während des Krieges von den Hermann-Göring-Werken in Linz dorthin beordert worden, den Bau der Wasserleitung für die „Neue Siedlung“ zu leiten. Er war zum Glück nicht militärtauglich gewesen, weil er ein verkrüppeltes Knie hatte, das ihm im Alter von 22 Jahren von einem eifersüchtigen Idioten mit der Sense ...
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Hunger nach Leben (von Kurt Senekovic)

Der Hunger in meiner Lebenskrise bedeutet für mich heute, überlebt zu haben. Die Stimmen, die ich damals gehört hatte, verhinderten wohl, dass Ärgeres mit mir passiert wäre. Sie sagten mir, "Wenn es dir besser geht, wirst du gut leben und du kannst dir kochen, was du möchtest". In dieser Situation konnte ich schwer daran glauben, dass mir das Leben noch eine Möglichkeit bieten würde ...
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Meine schöne Welt (von Brigitte Schwaiger)

Irrenhaus sagt man nicht mehr. Es ist genau wie draußen, in der Nacht ist keiner da. Aber aufhängen kannst du dich auch nicht, das ist der Vorteil. Vom Stimmenhören, Pillenschlucken und Schwachsein.
Gott (in der EU-Verfassung kommt ER, glaube ich, nicht vor, aber hier bei mir geht's ohne IHN nicht, Schönborn wird sich freuen), Gott hat also mich ziemlich wahnsinnig ...
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Fallen lassen (von Brigitte Schwaiger)

Immer wieder Tagespatientin in der Baumgartner Höhe. Es ist jetzt immer öfter so, dass ich den kürzeren Weg wählen möchte, und das wäre, mich aus einem hohen Fenster zu stürzen. Der längere Weg ist, zu schreiben über mein unglückliches Leben.
Ich war Ende des Jahres 2001 so kaputt vom vielen Nachgrübeln über mein unglückliches Leben, dass ich mich, es war der 19. Jänner 2002, in die Baumgartner Höhe ...
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beide Texte von Brigitte Schwaiger wurden mit freundlicher Genehmigung dem Buch "Fallen lassen" entnommen, erschienen 2006 im Czernin-Verlag und kann hier bestellt werden

Depression (von Max Gad)

Depression ist die Verblüffung, daß im Park die Bäume nicht verdorren. Obwohl man an ihnen vorbeizieht. Doch spürst du deutlich, daß sie dir am liebsten aus dem Wege gingen. Depression: über der Betrachtung eines Daumennagels kann ein Vormittag vergehen. Der Nachmittag, der wird dann mühsamer und länger. Depression ist Verwandlung in den, der man ist. Es gibt nichts Schlimmeres. Depression ist, wenn die Neugierde erfriert. Zu allem ein schlappes Achja. Stumpfsinnig sein, nicht aber belastbar; und stets knapp vor dem ...
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Bestandteil des Buches: "Das Wissen, dass Wissen nicht hilft", Erscheinungstermin noch unbekannt.


Vernünftig unvernünftig (von Heimo Steps)

vernünftig unvernünftig nur wer traurig ist kann glücklich sein schade ...
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Wieder einen Schritt weiter (von Julia Schönwiese)

Ich breche aus und Du brichst, Du brichst ein, Du zerbrichst meine Mauern, bist erpicht,  mit Klarheit im Gesicht ohne Worte, zu hinterfragen,  mir zu sagen, dass alle Klagen, nicht in Fassaden, zu tragen sind.

 Du dringst ein, durchdringst und bringst Licht in das Gefängnis der Bedrängnis Ein Verhängnis, das so passiert ...
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