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AKTUELLES

07.03.2017

Wiedereingliederungsteilzeitgesetz für schrittweisen Arbeitseinstieg nach langem Krankenstand

Der Nationalrat hat am 15.12.2016 ein Gesetz zum besseren Arbeitseinstieg nach langem Krankenstand beschlossen. Für Menschen, die in Beschäftigung stehen und ernsthaft für längere Zeit physisch oder psychisch erkrankt sind, wurde damit ein arbeits- und sozialversicherungsrechtliches Modell gewählt, das es ihnen künftig ermöglicht, schrittweise in den Arbeitsprozess zurückzukehren. Das neue Gesetz tritt mit 1. Juli 2017 in Kraft.

Das neue Wiedereingliederungsteilzeitgesetz schafft für die Dauer von einem Monat bis zu sechs Monaten für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt wieder in den Arbeitsprozess einzufügen. Gleichzeitig erfolgt eine finanzielle Absicherung durch das Wiedereingliederungsgeld. Voraussetzung ist das Vorliegen eines mindestens sechswöchigen Krankenstands im selben Arbeitsverhältnis. Das Arbeitsverhältnis muss vor dem Antritt der Wiedereingliederungsteilzeit mindestens drei Monate gedauert haben. Diese Voraussetzung zielt auf den rechtlichen Bestand des Arbeitsverhältnisses ab. Demgemäß sind auch allfällige Karenzzeiten sowie alle Zeiten des Krankenstands auf die Mindestbeschäftigungsdauer anzurechnen.

Voraussetzungen für die Wiedereingliederungsteilzeit sind
_ ein mindestens sechswöchiger Krankenstand
_ die Bestätigung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Wiedereingliederung
_ die Erstellung eines Wiedereingliederungsplans und
_ die Beratung durch Arbeitsmediziner/arbeitsmedizinischen Dienst oder fit2work 

Grundlage der Wiedereingliederungsteilzeit ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberin und Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerin über eine befristete Reduzierung der Arbeitszeit nach erfolgter Beratung der beiden Vertragsparteien durch fit2work. Überdies muss ein Wiedereingliederungsplan gemäß § 1 Abs. 2 Arbeit-und-Gesundheit-Gesetz (AGG) vorliegen, der bei der Gestaltung der Wiedereingliederungsteilzeit zu berücksichtigen ist. Der Wiedereingliederungsplan ist im Rahmen der Beratung durch fit2work zwischen Arbeitnehmer/in und Arbeitgeber/in zu vereinbaren, eine ausdrückliche Zustimmung von fit2work ist nicht erforderlich. In diesem Plan können auch bereits Vorgaben für die Lage der Arbeitszeit (z.B. keine Nachtarbeit) sowie andere Unterstützungsmaßnahmen (z.B. hinsichtlich der Arbeitsmittel) vorgesehen werden.

Detaillierte Informationen finden Sie HIER >>

Das Bundesgesetz, mit dem das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz u.a. geändert werden (Wiedereingliederungsteilzeitgesetz), wurde am 18. Jänner 2017 im Bundesgesetzblatt I Nr. 30/2017 veröffentlicht.
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