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AKTUELLES

17.07.2017

Lustvoll: Mit allen Sinnen genießen. Sommerreihe Teil 6: Herzensdinge.

„Herz-“ wird  im Alltag gerne verwendet, um jemanden zu grüßen. Wir sprechen von Herzensgüte und von Menschen, die das Herz am rechten Fleck haben, wir setzen uns „mit Herzblut“ für eine Sache ein. Manchmal fliegen einem alle Herzen zu, und dann wieder rutscht einem das Herz in die Hose.  Wir haben etwas auf dem Herzen, können jemanden ins Herz schließen, mit ihm ein Herz und eine Seele sein oder es jemandem brechen.
Lesen Sie Teil 6 der erfrischenden Sommerreihe von Maria Kubin, Psychotherapeutin in Graz.

Herzschlag
Das Herz ist der Sitz des Lebens. Es ist ein kräftiger Muskel, der die Aufgabe hat, die Durchblutung des Körpers zu sichern. Das macht dieses relativ kleine, aber unermüdliche Organ im Laufe eines Menschenlebens zirka zweieinhalb Milliarden Mal und befördert dabei über 7000 Liter Blut pro Tag. Deshalb ist das Herz auch ein Symbol für Ausdauer und Durchhaltevermögen. Das erste, was wir von einem Kind im Mutterleib hören, ist sein Herzschlag, und jeden Rhythmus, der in etwa dem Herzschlag des Menschen entspricht, finden wir beruhigend, weil es uns an die sanften Geräusche damals erinnert.

Herz und Hirn
Wenn etwas gut für das Herz ist, dann meinen wir damit etwas Angenehmes. Das Herz ist für die meisten Menschen der Mittelpunkt der Empfindungen, der Ort, wo die Gefühle beheimatet sind und wo die Seele wohnt. Dort trifft uns Amors Pfeil, aber auch Liebeskummer, und dort kann auch schon einmal etwas brechen. Aber es ist auch der Platz, wo es sich gut anfühlt, warm und ruhig, wenn wir das Gefühl haben, irgendwo angekommen und zuhause zu sein. Was tun Sie, damit sich Ihr Herz wohl fühlt?

Herzensangelegenheiten
Ich hoffe, Sie sind (oder waren einmal) Herz über Kopf bei einem Menschen, den Sie am liebsten die ganze Zeit herzen würden. Verliebt über beide Ohren, herzverbunden. Dem Herzschlag des geliebten Menschen lauschen, gemeinsam in Herzensangelegenheiten unterwegs zu sein – das alles macht das Leben schön. Da kann man schon einmal das Herz verschenken (und dabei manchmal fast den Verstand verlieren). Die gute Nachricht ist: im Zweifelsfall gewinnt immer das Herz über den Kopf. Schon allein deswegen, weil das Herz – und damit die Gefühle – so viel älter sind als unser Verstand: schon die Dinosaurier konnten sich auf ihre Gefühle verlassen. Im Vergleich dazu ist die Großhirnrinde, wo unsere Vernunft sitzt, blutjung und wird vom „Dino-Gehirn“ gar nicht wirklich ernst genommen.

Herzhaft.
Lachen. Leben. Sich freuen. Sich entscheiden. Spaß haben. Gefühle zulassen. Auch mal weinen, verzweifeln. Dann wieder Hoffnung schöpfen. Weitergehen. Wieder in die Fülle kommen. Warmherzig sein. Jemanden herzlich umarmen. Großherzig sein, ein Herz für … (was auch immer) haben. Lebendig sein.

Egal, was Sie in der nächsten Woche machen – machen Sie es mit ganzem Herzen. Spüren Sie das Leben, fühlen Sie Ihr Herz, freuen Sie sich von Herzen. Lassen Sie sich vom Leben in Fülle und von der Lust mitten ins Herz treffen.

LINK: https://mariakubin.wordpress.com
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