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Bipolare Störung

Viele Dinge werden gleichzeitig begonnen, können dann aber nicht fertig gemacht werden. In starken Phasen ist man also, obwohl man sich sehr gut fühlt, nicht mehr arbeitsfähig. Häufig kommt es zu einer Enthemmung, die sich besonders im Beziehungsleben und im Finanziellen zeigt und die nach Abklingen der Phase in tiefe Scham und Schuldgefühle stürzen kann.

Die bei der Erkrankung auftretenden depressiven Phasen äußern sich wie bei der Depression beschrieben. Manchmal treten Mischzustände auf, die von Angetriebenheit und schlechter Stimmung geprägt und besonders unangenehm sind.

Nicht immer treten die Phasen gleich häufig und gleich stark auf. Oft sind die depressiven Phasen zahlreicher und länger. Je nachdem kann man mehrere Formen der Erkrankung unterscheiden.

Die Erkrankung tritt bei ca. 1,5 bis 5% der Bevölkerung (je nach Schwere) auf, ist also nicht so selten. Die Behandlung ist grundsätzlich möglich, aber oft nicht einfach. So wird vom Patienten etwa Medikation in der euphorischen Phase oft genauso als unnötig eingestuft wie Psychotherapie in den Phasen, wenn es einem gut geht. Gar nicht selten ist es das Leid der Angehörigen, das zu einem Umdenken führt. Wenn es zu einer guten Zusammenarbeit kommt, können die Betroffenen sehr viel zu einem guten Gelingen beitragen.