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Schizophrenie

Schizophrenie ist eine Erkrankung, die häufig bereits sehr früh auftritt. Bei manchen tritt nur eine Episode im Leben auf, bei anderen kommen solche Schübe gelegentlich wieder, und bei manchen entwickelt sich eine chronische Erkrankung, bei der einige Symptome auch lange (manchmal lebenslang) bestehen bleiben können.

Bereits in der Jugend gibt es feine Vorzeichen von Rückzug, Ängsten etc., auf die dann bei tatsächlichem Ausbruch verschiedene Symptome folgen. Da die Menschen mit der zugrunde liegenden Störung der Informationsverarbeitung und der nicht eindeutigen Grenzziehung zwischen sich und der Umwelt unterschiedlich umgehen, gibt es verschiedene Symptomgruppen.

1) Die Positivsymptome, „wo etwas zu viel da ist“: zu viel Wahrnehmung, so dass man eventuell Dinge hört, sieht, spürt, die gar nicht da sind (Halluzinationen), manchmal kommt es zu Wahnideen, dass man von etwas völlig überzeugt ist, was man im „normalen“ Leben“ so nicht denken würde.

2) Bei den Negativsymptomen „fehlt etwas“: der Antrieb, die Motivation, die innere Energie, manchmal auch die innere Kreativität und der Ideenreichtum. Bei Denkstörungen ist es oft schwierig, sich auf etwas zu konzentrieren, die Gedanken in Ordnung zu halten, und manchmal bricht in der Kommunikation auch der Satz unbemerkt ab. Begleitend können auch Störungen im Gefühlserleben auftreten. Selten tritt alles zu gleich auf, die Mischung ist bei jedem Menschen ein bisschen anders.

Bei allen ist aber wichtig, dass die Therapie so früh wie möglich beginnt. Dann ist der Schaden in den sozialen Beziehungen so gering wie möglich, und man kann, wenn man sich erholt hat, wieder Anschluss finden. Die Therapie besteht in der Einnahme von Medikamenten; auch über längere Zeit, in psychotherapeutischen und sozialen Hilfestellungen. Auch wenn eine gute therapeutische Allianz entsteht, werden nicht alle frei von Symptomen werden, aber doch Stabilität und Lebensqualität erreichen.