achterbahn

AKTUELLES

25.11.2011

Hans-Strotzka-Preis an GFSG-Obmann Dr. Günter Klug

Dr. Günter Klug, der Obmann der Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit (GFSG), wurde kürzlich in Linz mit dem Hans-Strotzka-Preis für besondere Verdienste zur Förderung der Sozialpsychiatrie in Österreich ausgezeichnet.

PROFUNDER EXPERTE IN DER SOZIALPSYCHIATRIE
Dr. Günter Klug ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie und Psychotherapeut. Im Mai dieses Jahres ist er zum neuen Obmann der GFSG gewählt worden, nach dem Ableben des Vereinsgründers Univ.-Prof. Dr. Hans Georg Zapotoczky (2010). Dr. Klug ist seit 1997 auch Obmann des Dachverbands der sozialpsychiatrischen Vereine und Gesellschaften in der Steiermark. Als profunder Experte für Sozialpsychiatrie ist er häufiger Teilnehmer von Experten- und Planungskreisen und Autor von Fachartikeln in diesem Bereich. Innerhalb der GFSG leitet er den Psychosozialen Dienst Graz-Ost.


Der Preisträger Dr. Günter Klug (li). Foto: (c) pro mente Oberösterreich

BEGEHRTER PREIS
Der Hans-Strotzka-Preis wird nur alle drei Jahre unter der Schirmherrschaft von pro mente austria an drei verdiente Persönlichkeiten der Sozialpsychiatrie verliehen. Neben Dr. Klug erhalten auch der em. Univ.-Prof. Dr. Ulli Meise (Universitätsklinik Innsbruck) und Rita Donnabauer (Geschäftsführerin von pro mente Oberösterreich) diesen Preis. Eine Expertenjury, deren Mitglieder aus Österreich, Deutschland und der Schweiz stammen, sucht die Preisträger aus. Der diesjährigen Jury gehört u.a. Doz. Dr. Werner Schöny (Obmann pro mente austria und ärztlicher Leiter der Nervenklinik Wagner-Jauregg in Linz) an. Der begehrte Preis ist eine hoch angesehene Auszeichnung in der Sozialpsychiatrie. Die Sozialpsychiatrie bewertet soziale Bezüge, familiäre und gesellschaftliche Bedingungen von KlientInnen gleichberechtigt mit medizinischen Faktoren.

AUSZEICHNUNG FÜR SOZIALPSYCHIATRISCHE VERSORGUNG DER STEIERMARK
Der Preis an Dr. Klug ist nicht nur eine Auszeichnung für ihn, sondern gleichzeitig auch eine Auszeichnung für die Entwicklung der sozialpsychiatrischen Versorgung in der Steiermark. Sie ist vielen Personen zu verdanken, im Besonderen den Führungskräften und den MitarbeiterInnen der Trägervereine, sowie den Verantwortlichen der Kostenträgern (Bund Land, Städte und Gemeinden). Ohne ihren Einsatz wäre die Entwicklung nicht möglich gewesen. Der besondere Dank gilt auch den Menschen in Krisen, die trotz dieser schwierigen Situation das Vertrauen aufbringen, die Einrichtungen in Anspruch zu nehmen.

GFSG HILFT BEI PSYCHISCHEN PROBLEMEN
Die Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit (GFSG) betreibt an drei Standorten in der Steiermark (Graz, Leibnitz und Hartberg) insgesamt 23 Einrichtungen mit 170 MitarbeiterInnen für Menschen mit psychischen Problemen bzw. Fragestellungen. Zu den Einrichtungen der GFSG zählen vier psychosoziale Beratungszentren an die man sich mit allen Fragen rund um psychische Probleme und Krankheiten wenden kann. Zudem betreibt die GFSG fünf sozialpsychiatrische Tagesstrukturen, wohn- und arbeitsrehabilitative Angebote, mobile Betreuung, Behandlungsleistungen für Kinder, Jugendliche und deren Familien sowie gerontopsychiatrische Angebote (für Menschen ab 65). Im Jahr 2010 wurden insgesamt rund 4.300 KlientInnen betreut.