achterbahn

AKTUELLES

25.04.2019

Workshop „Tu was gegen Beschämung!“

Das Netzwerk Armutskonferenz veranstaltet im Rahmen des Projekts „Gesundheitsförderung zwischen Wertschätzung und Beschämung“ nach Bregenz auch in Graz und Linz einen Workshop, um Strategien gegen Beschämung und ihre gesundheitlichen Folgen zu erarbeiten. Ende der Anmeldefrist: 10. Mai 2019


Als Mitglied im Netzwerk wird der Verein Achterbahn beim Workshop in Graz, am 23. Mai 2019 vertreten sein. 

Armut und fehlende Gesundheitsversorgung sind eng miteinander verknüpft. Das hat nicht nur damit zu tun, dass jemand unzureichend versichert ist oder Gesundheitsleistungen Geld kosten. Es liegt auch am Umgang mit Armutsbetroffenen: Beschämung, Abwertung und fehlende Anerkennung gehören für viele Menschen zum Alltag, wenn sie mit dem Gesundheitssystem zu tun haben, in der Kommunikation mit medizinischem Personal oder mit Ämtern . Andauernde Beschämung und Abwertung schwächen und machen psychisch und körperlich krank, und führen zum Beispiel dazu, dass Angebote des Gesundheitswesens weniger genutzt werden. Wer will beim Arztbesuch schon komisch angeschaut oder abwertend kommentiert werden?

„Ich hab schon eine Sozialphobie vor den Ämtern. Es ist einfach demütigend. Am Magistrat hat eine Sachbearbeiterin zu mir gesagt: ‚Warum suchen Sie sich keinen Mann, der Sie erhält?’“, diese und ähnliche Erzählungen wissen viele Betroffene zu teilen.

In dem Projekt „Gesundheitsförderung zwischen Wertschätzung und Beschämung – GWB.“ erarbeiten wir, die Armutskonferenz (ein Netzwerk von sozialen Organisationen) und die Plattform „Sichtbar Werden“ (ein Zusammenschluss von Menschen mit Armutserfahrungen) Strategien gegen Beschämung und ihre gesundheitlichen Folgen.

Wir überlegen uns, was wir gegen Beschämung machen können. Wir entwickeln Strategien, wie wir Beschämung vermeiden, und mit Beschämungserfahrungen besser umgehen können.

Einige dieser Strategien (Lösungsorientierte Kommunikation, Begleiten, Rechtsinfos, Mitsprache u.a.) möchten wir in diesem Workshop erläutern, gemeinsam erproben und weiterentwickeln.

Zielgruppe: Die Workshops richten sich in erster Linie an Menschen mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen; die Teilnahme von Professionist*innen (Sozialarbeiter*innen u.a.) ist möglich.

Kosten und Kostenübernahme: 10€ für Personen mit wenig Einkommen/30€ für Professionist*innen (inkl. Pausenverpflegung & Mittagessen); zu bezahlen bar bei der Anmeldung. Für Personen mit wenig Einkommen können Fahrtkosten für die Anreise übernommen werden.

Bild (c) Die Armutskonferenz

--> WORKSHOPS
"Tu was gegen Beschämung!"
STRATEGIEN FÜR MEHR ANERKENNUNG UND GESUNDHEIT

Donnerstag, 23. Mai 2019 (9.30-17.00h) im Festsaal der Caritas Steiermark, Mariengasse 24, 8020 Graz
Dienstag, 28. Mai 2019 (9.30-17.00h) in der AK in Linz

Details zu den einzelnen Workshops werden bis Mitte April bekannt gegeben.

 

--> Workshop GRAZ
Mit Inputs von:
• Silvia Gangl, AMSEL / InerACT / Sichtbar Werden
• Alban Knecht, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
• Sonja Mühlberger, Verein Achterbahn
• Maria Strasser, Plattform Sichtbar Werden
Moderation: Robert Rybaczek-Schwarz, Die Armutskonferenz

Weitere Infos zum Workshop in Graz >>

Eine Anmeldung ist erforderlich bis 10. Mai 2019 unter office@armutskonferenz.at oder
unter Tel.: 01-4026944.